Freitag, 13. November 2015

Eine Bahnfahrt, die ist lustig {... denn der Monk in mir reist mit}

Sommeranekdötchen gefällig?

Das wohl größte Glück daran, dass ich nach längerem ungewollten Verzichts mein Auto wieder hatte, war (und ist!), dass ich es anfassen kann. Und das völlig ohne Aussetzer. Nicht so wie die schreckliche Zeit ohne Auto, als meine Kinder und ich auf Bus und Bahn umsteigen mussten. Sicher, das ging auch. Irgendwie ...

Sommer. Welcher an Tagen, die wir zum „Reisen“ nutzen durften, sehr heiß und stickig daherkam. Die Wege zwischen Haltestellen und Bahnhöfen, ganz zu schweigen von den eigentlichen Zielorten, zeigten sich definitiv zu lang für die Kombination einzuhaltende (Fahr-)Zeiten & träge Dackelbeine.
Und dann mussten ja auch irgendwie die Türen der Waggons aufgedrückt werden. Schlimmstenfalls von mir. Abenteuerlich sicher auch für meine Mitmenschen. Ich fürchte, mein teils Monksches Verhalten irritiert die Leute.

Natürlich bin ich mir im Klaren darüber, dass eine Waggontür nicht einfach so aufspringt, nur weil ich quietschend davorstehe. Zum Öffnen gibt es schließlich einen Knopf. Richtig: einen K-N-O-P-F!!! Zum Draufdrücken, OMG!
Merke ich dann ja auch schnell. Also, dass ich auf diesen Knopf starre und quietsche. Meist bei der Überlegung, wie viele Menschen selbigen bereits vor mir angetippt haben könnten. Und wie. Oder mit was. Meine grenzenlose Phantasie steht mir bei solchen Hürden immer ein klitzekleinbisschen im Weg.
Als diametrales Desaster übrigens, dass das Knöpfchen lustig blinkt. Haben die sicher nur für so Monkse wie mich ausgetüftelt. Als therapeutisches Bonbon. Um den Ekel zu überwinden. Denn es blinkt und glitzert ... geradezu betörend. Unfassbar schön. Wie Feenstaub ... so schön ...

Tja, und allerspätestens dann beginnt es, das Quietschen. Weil. Na ja ... ein schier unlösbares Problem eben. Und da in einem solch kribbeligen Moment jegliche Lösungsvorschläge ausbleiben oder einfach keinen Platz mehr zwischen meinem katastrophalen Gedankenchaos finden, würde ich mich am liebsten einfach nur noch heulend zu Boden werfen. 
Nur leider ... hinkt auch dieses Verlangen. Etwas. Ich nenne mal kurz und knapp drei, sich ebenfalls häufig am Boden befindende Gründe: Kaugummiknoster, Spauze, Vogelkacke. 

Mann, Mann, Mann - ich glaub, ich brauch mehr Feenstaub ... 
Oder einen Schnaps ...
Oder Schokolade ...

Fortsetzung folgt. Bestimmt ...


PS: Ich bin mir fast sicher, dass nach diesem Sommer jeder Lokführer in dieser Gegend ein Bild von mir in seinem Cockpit*** kleben hat. So als warnende Erinnerung. Dass, wenn sie mich am Bahnsteig stehen sehen, am besten ... gar nicht erst anhalten. 

Kommentare:

  1. *** Ja, ich weiß, dass das bei einer Lok eigentlich anders heißt. Aber das andere Wort mag ich nicht. So!

    AntwortenLöschen
  2. Auweia, du hast meine Phantasie geweckt. Hätte ich das lieber nicht gelesen 😣 lg Donna G.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Oh doch, oh doch, Phantasie ist was Feines ... auch wenn meine mir ganz gerne mal im Wege steht ... :0.

      Fühl Dich ganz herzlich umarmt, Du Liebe,
      Sonja

      Löschen
  3. Ups, ich hab alleine schon Schwierigkeiten und leider zu kurze Beine für fiese Stufen. Aber mit Kindern ist das sicherlich ein Graus.

    LG Sabine

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich glaub, in erster Linie bin ich der Graus. Meine Kinder sind meist meine Rettung. ♥

      Liebe Grüße an Dich ♥♥♥

      Löschen
  4. Ach, ich freue mich immer so, wenn Du schreibst... Danke, ein Tagesaufheller!

    (Und: ein Monk bin ich zwar nicht -- sonst könnte ich in China nicht überleben, hier darf man nie so genau hinschauen und ich kann nicht mehr als einfach mal auf unser gutes Immunsystem zu vertrauen -- aber ja. Diese unzähligen Jahre, in denen ich mit quietschenden Kindern in den Öffentlichen unterwegs war... an kalten wie an heißen Sommertagen immer eine echte Herausforderung).

    Hab' ein schönes Wochenende!

    So long,
    Corinna

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Oooch, danke! ♥♥♥ Genau das soll dieser Blog bewirken - er soll Lächeln zaubern. Und wenn ich mich schon immer in so kuriose Situationen manövriere, dann selbstverständlich auch für diejenigen, die nicht live dabei sein konnten ... :0)))

      Liebe Grüße an Dich und Deine Lieben,
      Sonja

      Löschen
  5. Was für ein Start in meinen Samstag.
    Danke liebe Sonja. Auch wenn es für dich ganz klar ein wahres Leid sein muss, schön, dass du dich für dich dann darüber lustig machen kannst und das mit uns teilst. Danke, danke, danke.
    Drück dich!
    Ines

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Leid wäre übertrieben. Ich muss überwiegen selber drüber lachen, wenn ich mich wieder bei irgendeiner Monkschen Handlung erwische. Unangenehm ist es, wenn ich gezielt darauf angesprochen werde, warum und weshalb usw ... Da fehlen mir meist die passenden Antworten. Umso interessanter, dass die meisten Menschen mit: "Oh ja, das kenne ich" oder "Weißt du, was auch schrecklich ist?" reagieren. Dann fühle ich mich eigentlich schon fast wieder ziemlich normal. :0)

      Liebe Grüße an Dich ♥♥♥

      Löschen
  6. Oh je ich hoffe du hast das alles unbeschadet überstanden. Viel schlimmer als die Knöpfe finde ich die schniefenden, niesenden und hustenden Menschen in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Für mich ist das auch nichts und glücklicherweise darf ich Auto fahren.
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende.
    Sabine

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Alles überstanden. Aber die Freude, als Herr Gatte sein neues Auto bekam (und ich meins wieder) war trotzdem riiiesig. Und ja, schniefende, niesende, hustende Menschen ... *seufz* viele von denen spauzen ja auch "so gerne" ... ooohhh - THEMENWECHSEL!!! *weißes Lamm auf Blumenwiese, tralalala ...* :0.

      Ich wünsche Dir allzeit gute Fahrt, Du Liebe ♥♥♥

      Löschen
  7. Hey, da musst Du dran arbeiten.
    Ich drücke täglich auf U-Bahn, S-Bahn und Tram Bahn Knöpfe. Ich warte, friere und warte. Heute blinken sie, früher musste man die aufziehen. Wenn ich angekommen bin..... wasch eich mir die Hände und gut. Ich mache das seit 36 Jahren täglich. Und ich lebe noch.... Krank bin ich höchst selten.
    Dreck ist gesund. Härtet ab und schützt vor Alllergien. Also: Wirf Dich hin und wälze Dich.
    LG Sunny

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Oooder ich fahre weiter mit dem Auto.
      Hmmm ... vielleicht wälze ich mich im nächsten Sommer mal. :0/

      Liebe Grüße an Dich ♥

      Moment ... wenn Weihnachten Schnee liegen sollte, könnte ich einen Schneeengel machen. Wäre doch immerhin ein Anfang, oder? ♥♥♥

      Löschen
  8. Mit einem Lächeln geh ich wieder ... hab so wenig Zeit zum bloggen momentan, aber ich komm immerwieder vorbei um mir bei Dir ein Lächeln abzuholen
    liebe Grüsse
    Elisabeth

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Du Liebe, das freut mich sehr ♥ ♥ ♥

      Löschen
  9. Hallo liebe Sonja,
    *lach* ja das ist das pure Leben ...
    Wo wir noch in der Großstadt gewohnt haben, bin ich auch täglich U-Bahn, S-Bahn und Bus gefahren. Vor den Knöpfe drücken hatte ich weniger Eckel, mehr davor das es um mich herrum genießt und gehustet hat ... *schüttel* Ich habe oft auf die verspäteten öffentlichen Verkehrsmittel gewartet... habe gefroren und mich geärgert. Aber ich lebe noch.... hab es überstanden. Jetzt bin ich froh das ich auf diesen Mist nicht mehr angewiesen bin.
    Mein Mann sagt immer... Dreck ist gesund und härtet ab... naja normaler Dreck vielleicht, aber dieser ...

    Der Schnee ist schon wieder getaut und kalt ist es geworden. Zieh Dich warm an und genieße die Vorweihnachtliche Zeit.
    Liebe Grüße
    Biggi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ganz genau! Nach Regenwürmern buddeln ist eine Sache ... aber die Knöpfe an den Waggontüren ... uääähhh!!!

      Löschen
  10. ja - du hast wieder ein Lächeln in mein Gesicht gezaubert :-)))))))))))))))
    wieder so witzig geschrieben!

    Herzliche Grüße von Heidi-Trollspecht

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ooooch, das freut mich ♥ und vielen Dank! ♥ ♥ ♥

      Löschen