Donnerstag, 19. März 2015

Sie tröten wieder, von Wollust getrieben ...

Eine Aversion ganz besonderen Ausmaßes haben sich die Herren Fasane zugezogen. Dieser Knabe (siehe Bild) war weit weit weg. Fototechnisch natürlich schade. Was unsere kleine Fehde angeht: Gut so! Weil besser ist das! Wollüstiges Geflügel!

Kaum wird das Wetter milder, vernimmt man ihr unverkennbares, gar penetrantes Rufen. Sie tun ja niemandem etwas. Zumindest, solange man keinem Wurm oder einer Fasanenhenne ähnelt. Nein, die Herren sind sicherlich froh, wenn sie ihre Ruhe haben. Gut getarnt im Dickicht. Zum Beispiel am Bach ... an dem auch mein Tochterkind und ich ganz gerne auf Entdeckungstour gehen.
Es ist schon eine Weile her und ich kann gar nicht mehr so klar sagen, wie genau sich alles abspielte. Zuerst, glaube ich, hörte ich die Stimme vom Tochterkind: „Mama?“
Ich, einige Meter von ihr entfernt: „Ja?“ ... oder ich wollte es sagen, doch dann ging das Chaos auch schon los. Mein Kind schrie, im Gestrüpp raschelte es (oder umgekehrt?), mein Kind schrie lauter. Vielleicht war es aber auch der hinterhältige Fasan, der lärmtechnisch noch einen draufgelegt hatte. Wer wen zuerst erschreckt hat, spielte zu diesem Zeitpunkt übrigens bereits keinerlei nennenswerte Rolle mehr.
Ich rannte sofort los, um meine Tochter zu retten, und kollidierte zwischenzeitlich noch mal kurz mit dem Hühnervogel, der direkt vor mir aus dem Dickicht gestürzt kam. Ich sag nur: Dämon im Federkleid! Er geiferte, keifte und flatterte, als ob wir ihm mit dem Backofen gedroht hätten. Tse, hätten wir mal! Vollpfosten!
Mein Kind war mittlerweile ebenfalls aus dem Gestrüpp befreit und murmelte immer nur „Scheißvieh, Scheißvieh ...“ oder so was in der Art. Nie zuvor hatte ich sie so zittern sehen. 
Ich weiß, ich weiß – der arme, kleine Fasan hatte bestimmt viel, viel größere Angst. Schon klar ...

Dann soll er doch zu seiner Mama gehen und der sein Leid petzen! So!

Bis heute kann mein Tochterkind diesen lasterhaften Hühnervögeln nicht sonderlich viel abgewinnen. Ich glaube, von ihr aus bräuchten die Weibchen gar nicht erst auf das Rufen der triebigen Kerle zu reagieren ...

Kommentare:

  1. Einfach nur köstlich und ich fühlte mich mittendrin gerade im Gestrüpp. :-)

    Bestimmt ist das Federvieh zu meiner Mama gestürmt und hat gepetzt...lach!
    Was müsst ihr auch dort herumstiefeln, höre ich Mama gerade rufen.

    Ich glaube, das war ein großer Schreck fürs Töcherlein, aber auch für das Federvieh.

    Ende gut, alles gut! :-)

    Liebe sonnige Grüße schickt dir
    Christa

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  2. Liebe Sonja,
    danke für diese Geschichte. Ja, das Rufen kann
    penetrant sein - kann nerven. Und doch mag ich
    diese lustigen Gesellen.
    Einen schönen Abend wünscht dir
    Irmi

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  3. also da könnte man richtig zum Fasanenfeind werden ;-)
    Wobei ... ich würde ja gerne mal so einen Vogel sehen ... in echt. Ich habe ihn auch noch nicht gehört.
    ... aber zum Glück gibt es deine Beschreibungen :-)

    Herzliche Grüße von Heidi-Trollspecht

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  4. Was ein Begegnung! Unvergesslich! Wir haben diese Woche auch schon welche gesehen und gehört. Heute Abend konnten wir einen Kampf zwischen zwei Männchen beobachten, das ging ab.
    Ganz liebe Grüße zu dir,
    Gina

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  5. Ich hatte die Szene auch gerade vor Augen^^ Kein Wunder das deine Tochter ihm nix mehr abgewinnen kann, aber er dürfte wohl ebenfalls einen weiteren Schockmoment vermeiden wollen ;-)

    Liebe Grüssle

    N☼va

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  6. Ich glaubs nicht - ein Kampffasan. Man lernt ja nie aus. Ich habe so einen Vogel noch nie in natura gesehen, sollte ich vielleicht froh drüber sein. Aber die Federn kann man gut dekorativ in eine Vase stellen und gebraten schmecken sie auch verdammt gut...
    Liebe Grüße

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  7. Hallo liebe Sonja,
    *lach* ich kann mir das nur zu gut vorstellen, das muss ein großer Schock gewesen sein *Hilfe da ist ein Ungeheuer* aber ich denke auch der Fasan hat sich mächtig erschrocken.
    Also beim nächsten mal "immer schön Ohren und Augen auf"

    Liebe Grüße
    Biggi

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  8. Liebe Sonja, wow! Das sind ja Abenteuer, die ihr ausfechtet...ich weiss gar nicht, wann ich das letztemal einen Fasan gesehen habe.
    gl zu Dir,
    Susanne

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  9. Wirklich schöne Tiere, aber das Geschrei würde mich auch nerven ;)

    Lieben Gruß
    Sarah

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  10. Da ich eine Vogelphobie habe, wäre ich kreischend im Kreis gelaufen. Du bist meine Heldin!

    LG

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    1. Ach Manu, ich werd ja ganz rot ...

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  11. Liebe Sonja, ein herrlicher Post. Gut das man hinterher dann darüber lachen kann. Wünsche dir ein schönes Wochenende. Liebe Grüße Andy

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  12. Deine Schilderung ist der Hammer ... hahahaha.
    Schönes Wochenende Euch Lieben.
    Liebe Grüße von Anne

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  13. Liebes Schwesterherz ♥

    Armes Tochterkind, jetzt hat sie einen Knacks weg und wird sich nie den Männern richtig öffnen können. Nur weil der Fasanengeier sie attakiert hat........übelst attakiert. Hach......liebestolle Kerle sind ja so.....gedankenlos wenns um 'die Sache' geht...pah.
    Viel Spass bei eurer nächsten Foto-Survival-Tour wünscht euch eure Bina

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  14. Die arme Maus , böser Vogel . Aber ich denke , das der sich genauso erschrocken hat wie die Süße . Mir geht es oft so , wenn es abends dämmert und die Amseln kommen noch aus dem Gebüsch geschossen . Bei uns sind die Tauben in der Stadt auch so schlimm , die fliegen so tief , das die Passanten die Köpfe einziehen müssen , lach . :)
    Liebe Grüsse Omama

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