Montag, 22. August 2011

Wortspiele, Gedanken und andere miese Aliens

Wortspiele:
mit Worten zu spielen, alles auszuprobieren, den eigenen Stil zu kreieren, sich in Gefühlen zu verlieren ... also ich!
Manchmal bis oft passiert es mir, dass ich irgendwas vermeintlich Hochgescheites tue und denke: „Ui, so ein Mist ... das war jetzt irgendwie ... blöd?!“ Und dann suche ich doch tatsächlich nach der Backspace-Taste. Dummerweise ist diese im schlichten Alltagsleben so was von imaginär, dass selbst ich sie nicht finde. Leider!

Meine Gedanken wimmeln und wuseln eigentlich immer ... irgendwie ... und wiederholt beim Einkaufen. Und dann schauen die Leute mich so seltsam an. Kommt mir jedenfalls so vor. Hab mich schon oft gefragt, ob ich vielleicht grunze, während meine Gedanken mit mir wimmeln und wuseln.
Da stehe ich zum Beispiel vor dem Käseregal, denke an was Lustiges und bekomme einen 1a-Lachanfall. Selbstverständlich steht neben mir jemand – klar, ein männlicher Jemand –, der mich fragend fixiert, dem ich aber leider vor lauter beharrlichen Gacksern keinerlei Infos zukommen lassen kann. Also deute ich nur kurz auf den Hüttenkäse und versuche meinen Einkaufswagen und mich aus der peinlichen Situation zu schieben.
Nach einigen Minuten beruhige ich mich ja auch (meist) wieder. Spätestens an der Kasse. Hat so etwas von einer neutralen Zone. Lebensmittel und Krams aufs Band – absolut neutral. Lebensmittel und Krams wieder in den Einkaufswagen – neutral ... absolut. „Das macht dann 79,63 €!“ ... gar nicht mehr neutral. Ich spüre die ersten depressiven Anflüge zwischen meinen wimmelnden und wuselnden Gedanken.
Dann sehe ich den Mann von der Käsefront. Er ist sehr bemüht, mich nicht zu sehen. Miesepeter! Der tut ja gerade so, als ob ich ihn ausgelacht hätte. Blödsinn, wieso sollte ich so etwas tun? Andererseits hatte der Hüttenkäse es auch nicht verdient ausgelacht zu werden ...
Bis ich letztendlich an meinem Auto angekommen bin, haben sowohl die wimmel-wuseligen Gedanken als auch die depressiven Anflüge mein emotionales Ungleichgewicht wohlgenährt. Gefrustet ordne ich Käse, Kekse und Kastanienstangen in die jeweiligen Boxen und meckere innerlich über sämtliche Miesepeter dieser Sphäre. Lediglich der Hüttenkäse hat jetzt noch mein Mitgefühl. Wehmütig denke ich an unsere kurze, zarte Verschwörung und – nein, ich bekomme keinen erneuten Lachanfall. Im Gegenteil – ich bin das Musterbeispiel eines desperaten Hausweibes.

Bei meiner Suche nach besserer Laune habe ich übrigens die da entdeckt ...
Leider ist das Bild unscharf, was die Existenz dieser Wesen
ein weiteres Mal in Frage stellen wird ;-)

Habe sie telepathisch angefleht, mich mitzunehmen. Sie ignorierten mich. Aber immerhin – den anderen Miesepeter haben sie auch nicht mitgenommen ...

Kommentare:

  1. ...beam us up, Scotty!
    Lg, die Line

    AntwortenLöschen
  2. Liegt in der Familie,wenn wir einen Lachkrampf bekommen,dann ist es egal wer neben uns steht.Ob Miesepeter oder Traumtyp.Wenn es uns packt,können wir es so schnell nicht abstellen.Na und....Lachen ist gesund.Liebe Grüsse Omama

    AntwortenLöschen
  3. Liebe Sonja,
    Ganz toll geschrieben! Ich mußte, beim lesen, oft schmunzeln.
    Eine backspace Taste, wie oft habe ich mir die schon gewünscht. Grins

    Schöne Grüße
    Simone

    AntwortenLöschen