Dienstag, 16. August 2011

Das masochistische Mähböckchen

Unser Unkrautrasen ist die reinste Buckelpiste und unser Rasenmäher seit 3 Jahren ... sagen wir mal: widerspenstig. Aber was soll´s – Mama macht das schon. Kleinigkeit. Dafür haben wir sie ja. Für die ganzen Kleinigkeiten im Alltag, die sich (um)sonst keiner aufladen mag. Und wenn dann mal wieder so ein Tag voller (einzeln gesehen sicherlich belangloser) Kleinigkeiten seinem Ende entgegeneilt, fragt Herr Gatte die so überaus geliebte Frage: „Und, Schatz, was hast du heute so gemacht?“ 
Ich weiß nicht, ob es fiese Schallwellen sind, die seinen Satz in völlig neuer Betonung zu mir leiten. Vielleicht sitzt da ja auch so ein Männlein in meinem Kopf. Ein Emotionen- und Gedankenmanipulations-Männlein. („Und, Schatz, was hast DU denn heute gemacht? Geschlafen, gesonnt? Massieren, maniküren, Füße kraulen lassen? Wieder in irgend so einem Spa rumgelungert?“)
Keine Angst, Herr Gatte ist wohlauf. Lediglich das Mähböckchen habe ich getreten. Sogar mehrmals. Kriegt teures Benzin und fängt an zu röcheln. 
Anfangs (im April) fand ich es ja in Ordnung, schließlich hatte ich es gerade erst aus dem Winterschlaf geweckt. Aber jetzt und hier (gestern) und nach einer gefühlten Ewigkeit des Schnurziehens (und überhaupt haben wir bald schon wieder Winter) fühlte ich mich doch etwas angezickt. 
Nach dem ersten Kick hat das Böckchen dann gefressen. Bestimmt einen Meter. Der zweite (und dritte, vierte, fünfte) Kick war ein Reflex. Aber scheinbar braucht der Bock meine Reflexe. Mit viel Gemecker seiner- und meinerseits haben wir der Buckelpiste Gras und Unkraut gestutzt. Schön ist was anderes. Aber immerhin besser.

So, jetzt werde ich mich mal den anderen belanglosen Kleinigkeiten des Alltags widmen. Hoffentlich gehe ich nicht ein vor Langeweile ...         

Kommentare:

  1. Liebe Sonja
    Dein herrlicher Post könnte von mir sein.... Solche Dinge kenne ich auch ;-)
    Vielen Dank auch für Deinen lieben Besuch und den netten Kommentar auf meinem Blog.
    Herzlichst grüsst Dich Yvonne

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  2. Ist Euer Rasenmäher mit unserem verwandt? Unser Ratterzatterschneider darf nur komplett waagerecht bewegt werden...da sich das gute Stück sonst von Geisterhand selbst ausschaltet. Unter uns, es trägt nicht zum enstpannten mähen bei! Ich weigere mich standhaft (bisher mit Erfolg) das Teil zu benutzen und so muss Herr G. dies alleine bewältigen. Außerdem finde ich es äußerst wohltuend, wenn mal jemand anderes fluchend ums Haus hüpft...
    Liebe Grüße,
    die Line

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  3. Ich glaube unsere Mähmaschinchen könnten sich hier wohl zu einer Selbsthilfegruppe vereinen... nur dass hier der Göttergatte fluchend ne Stunde den Rasen (nach)geharkt hat, weil das Maschinchen wieder alles ausgespuckt hat.... ;) derweil habe ich mich bei meinen Eltern im Garten mit Tee und Kuchen verwöhnen lassen *fg*

    Liebe Grüsse
    Birgit

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  4. Ja, so ein widerbockisch Mähchen,
    bringt uns hier Alle toll zum Schmunzeln,
    Dein Text geht mir bis in mein Zähchen
    und läßt das Lachfell runzeln. ;-)))

    (naja, ich hab's mal probiert was drauf zu reimen, hihi)

    Liebgruß,
    Tiger
    =^.^=

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  5. Mhm...mein Gatte nöselt dann zwar, aber den Rasen aufharken? Nix! "Das düngt doch!"
    Ich robbe dann an den Beeten entlang, weil da der Rasenmäher den Rasen auch einfach ignoriert, entferne die Halme und weiß, im nächsten Leben werde ich ein Mann!
    Lg, Line

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  6. Ach was tut Ihr mir leid. Ich werde in Zukunft immer an Euch geplagte Häusle-Besitzer denken, wenn mein Vermieter alle drei Wochen einen netten Gärtner vorbeischickt, der mit seinem Mähbock freudig das Gras stutzt. Einen sonnigen Gruss von einer Nicht-Mäherin

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  7. @ Anonym

    Im Namen aller Mähbock-Flüsterer: Danke für Dein aufrichtiges Mitgefühl ;-)

    Liebe Grüße,
    Sonja

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  8. Ich bin kein Mähbock-Flüsterer mehr,(das ist auch gut so)aber da ich weis was für eine schweisstreibende Arbeit das ist,habt ihr alle mein Mitgefühl.Gruß Omama

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