Freitag, 21. Dezember 2012

Türchen Nr. 21

Uiuiui, fast hätte ich es verschnarcht, mein 21. Türchen bei der lieben Hella. (Ich glaube, ich könnte auch ganz gut einen kleinen, fleißigen Weihnachtself brauchen ...) ;0)

***

Zur Weihnachtszeit – besonders so kurz vor Heiligabend – war immer viel los im Weihnachtsland. Die Geschenke mussten produziert, getestet und eingepackt werden. Und das bedeutete immer eine Menge Arbeit.
Nun war es dieses Jahr so, dass der kleine Elf Schnörkel ganz spontan ins Weihnachtsland gerufen wurde, um dort ebenfalls zu helfen. Jedoch wusste er nicht genau, an welcher Station er zugeteilt war. Also schaute er sich kurz um und entschied sich als Erstes für die riesige Maschine, die so schick blinkte. Schnörkel konnte zwar nicht genau sehen, was diese Maschine herstellte, aber sie sah sehr wichtig aus. Also hüpfte er so lange, bis er den großen Hebel erreichte und … hing. Wie ein Apfel, der noch nicht vom Baum gefallen war.
"Warte, ich mache das schon", sprach Knorke, der eigentliche Bediener der blinkenden Maschine, ungeduldig, "dafür bist du noch zu klein." Und dann betätigte er mit einem kräftigen Ruck den großen Hebel. Der kleine Elf staunte  bei Knorke sah das sooo leicht aus.
Betrübt ging er weiter.
Doch schon im nächsten Moment kam er zu den Puppenbastlern und sein Trübsinn war wie weggeblasen. An der Puppenmaschine waren unzählige bunt glänzende Knöpfe. Also, diese Maschine zu bedienen, na, das konnte doch nun wirklich nicht so schwer sein!
Flink huschten seine kleinen Finger über die Knöpfe  erst rot, dann blau, dann gelb und schließlich drückte er auf den orangen Knopf.
Elf noch eins, das machte vielleicht Spaß!
"Oh … nein, nein, nein!", hörte er plötzlich eine aufgeregte Stimme hinter sich. "Geh weg, du machst ja alles verkehrt!"
"Aber", flüsterte Schnörkel, "ich wollte doch nur helfen ..."
"Wenn eine Puppe mit 5 Beinen und einem halben grünen Kopf dabei herauskommt, dann ist das aber keine Hilfe!"
Betrübt ließ er auch die Puppenstation hinter sich.
Doch bereits einen Augenblick später sah er, wie mehrere Elfe auf der Ballstation die verschiedensten Bälle testeten. Fußbälle, Volleybälle, Tischtennisbälle … ja, sogar Flummis wurden hier aufs Genaueste geprüft. Das sah nach einer Menge Spaß aus! Und so eilte Schnörkel so schnell er konnte dorthin. 
"Darf ich mitspielen?", fragte er aufgeregt.
"Nee, lass mal, wir spielen hier nämlich nicht – wir prüfen, ob die Bälle alle in Ordnung sind, damit wir sie zu den Kindern schicken können … und dafür bist du noch zu klein", sprach Schmarre hochnäsig.
"Das sagst du immer!", motzte der kleine Elf und stampfte mit seinen winzigen Füßchen auf, so dolle er konnte. Er kannte Schmarre … und er mochte ihn nicht. Außerdem war Schnörkel sich sicher, dass die Elfe nicht nur testeten … nö, für ihn sah das sehr nach Spiel und viel, viel Spaß aus. Gemein!
Betrübt ging er also wieder weiter. 
Bis er zur Geschenke-Einpack-Station kam. Was für ein Durcheinander! Überall lag zusammengeknuddeltes oder zerrissenes Papier, bunte Bänder schlangen sich völlig verknotet um Stuhl- und Tischbeine und die Elfe an dieser Station schnauften und stöhnten ständig vor sich hin.
"Hmmm", grübelte Schnörkel, "das sieht mir aber gar nicht nach Spaß aus …"
Leise versuchte er an den genervten Elfen vorbeizuhuschen.
"Wo willst du denn hin?", fragte eine tiefe Stimme. Au weia – der Chef persönlich!
"Ich, ähm … ich kann meine Station nicht finden. Die wollen mich alle nicht mitspielen … ähm, ich meine helfen lassen", beschwerte Schnörkel sich leise.
"Schau mal dort", der Weihnachtsmann zeigte auf einen winzigen Stuhl an der Einpack-Station. "Der dürfte für dich doch genau richtig sein, oder? Was meinst du?"
Schnörkel überlegte kurz und setzte sich schließlich zu den genervten Elfen. Wenn der Chef meinte, dass das seine Station war, dann musste da was dran sein – der Chef hatte schließlich immer Recht!
Er griff sich ein glänzendes Feuerwehrauto, schnitt einen Bogen Papier ab und begann zu verpacken. Er knotete auch die Bänder wieder auseinander und zauberte eine wunderschöne Schleife um das Geschenk. Zufrieden mit seiner Arbeit packte er weiter … und weiter … und weiter …
Die anderen Elfe staunten nicht schlecht. "Wie macht er das nur?", flüsterten sie.
Schnörkel schnürte ein Päckchen nach dem anderen, eins schöner als das andere. Kein Schnaufen oder Seufzen war von ihm zu hören – nein, ganz im Gegenteil > er lächelte kess und zeigte allen voller Stolz, was für ein fleißiger und nützlicher Elf er doch war …


Warum ich Euch das erzähle? Ganz einfach – der kleine Schnörkel war nämlich mehr als fleißig. Sollte jemand von Euch ein Paar ausgelatschte, grüne Hausschuhe, einen aufgerissenen Sack Rentierfutter oder gar ein angebissenes Käse-Vollkornbrötchen unterm Baum vorfinden … *hüstel* … dann könnte es durchaus sein, dass all diese Dinge eigentlich dem Weihnachtsmann gehören … ;0)

 
Ich wünsche Euch allen einen stressfreien Tag!

Kommentare:

  1. Die Geschichte ist herrlich - und das Bild erst !!!! lg

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  2. Hach *seufz*, kommt an mein Herz, kleiner Schnörkel und liebe Sonja :-)
    So eine wunderschöne Geschichte und das Bild dazu SPITZE! Aller♥lichsten Dank dafür, es ist mir eine große Freude wie du und das MausKind den Advents-Kalender so zauberprächtig mitgestaltet habt!

    Frohe Weihnachten!
    Hella

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  3. Mensch, die ist ja vull lieb, die Geschichte? Hast Du die selber geschrieben?

    Im Hause Mahlzahn wäre Schnörkel übrigens hochwillkommen -- denn mir fehlt die Geduld zum und das Geschick für Geschenke einpacken gänzlich, ;-).

    Ich wünsch auch Dir einen schönen Tag!

    So long,
    Corinna

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  4. Dein Elf hat so etwas verschmitzes in seinem Blick. Wunderschön liebe Sonja.
    Ich wünsche auch Dir einen stressfreien Tag. Wir besuchen heute meine Oma die 82 wird. Das wird bestimmt gemütlich.
    LG Kirsten

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  5. Hihihi, kicher...na klar, wem denn sonst?!
    Liebe Grüße
    Corana

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  6. Oh, wat´n schönes Bild!
    Der kleine Elf schaut aber ganz genau hin, gell????
    LG

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  7. wundervolles Bild und die Geschichte dazu der Hammer...vielleicht solltest du unter die Schriftsteller gehen?!
    wunderschöne Tage wünsche ich dir liebe Grüsse von Brigitte

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  8. Womit bewiesen ist, daß jeder irgendein Talent hat. Du fürs Malen und schöne Geschichten schreiben.

    LG
    Brigitte

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  9. Die Geschichte ist einfach wundervoll, liebe Sonja und Schnörkel ist ein ganz pfiffiger Kerl, das sieht man. Ja, richtig verschmitzt sieht er aus. Dann bin ich mal gespannt, ob ich unter Weihnachtsbaum Dinge vorfinde, die Schnörkel eingepackt hat und eigentlich dem Weihnachtsmann gehören. *g*

    Bild, so super schön gemalt und Geschichte, fantastisch erzählt, sind einfach eine große Bereicherung die diesen Adventskalender. :-)

    Liebe Sonja, ich wünsche dir und deinen Lieben einen schönen 4. Advent und, sollten wir uns nicht mehr lesen, auch ein wunderschönes und gesegnetes Weihnachtsfest.

    Liebe Grüße
    Christa

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  10. Weihnachten

    Markt und Straßen stehn verlassen,
    still erleuchtet jedes Haus,
    sinnend geh ich durch die Gassen,
    alles sieht so festlich aus.

    An den Fenstern haben Frauen
    buntes Spielzeug fromm geschmückt,
    tausend Kindlein stehn und schauen,
    sind so wunderstill beglückt.

    Und ich wandre aus den Mauern
    bis hinaus ins freie Feld,
    hehres Glänzen, heilges Schauern!
    Wie so weit und still die Welt!

    Sterne hoch die Kreise schlingen,
    aus des Schnees Einsamkeit,
    steigts wie wunderbares Singen:
    “Oh du gnadenreiche Zeit!“

    (Joseph von Eichendorff)

    Ich wünsche dir und deinen Lieben einen schönen 4.ten Advent, ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2013

    LG-GiTo

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  11. ...richtig nett schaut er in die WElt, liebe Sonja,
    dein Schnörkel...eine wundervolle Geschichte erzählst du da...

    wünsch dir ein schönes Adventwochenende,
    lieber Gruß von Birgitt

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  12. Wie schön die Geschichte und das Bild :o)
    Danke!

    Liebe grüße und einen schönen Abend
    anja und co

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  13. Ist das eine süsse Geschichte . Und unsere Maus passt da so richtig zu . Ich hab sie sofort erkannt . Liebe Grüsse und Küsse Omama

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  14. dein kleiner Elf ist toll Sonja! Ich bin wieder ganz begeistert.
    Ein wunderschönes Bild hast du uns für den Adventskalender gemalt :-)
    Und die Geschichte gefällt mir auch sehr :-))))))
    lieber Gruß von Heidi-Trollspecht

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  15. Ein wirklich schöner Post, nicht nur ein wundervolles Bild das du gemalt hast, nein auch die Geschichte finde ich absolut ♥ig.

    Danke dir dafür

    liebe Grüssle

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  16. Eine wunderschöne Elfengeschichte, die 1a zu deinem Bild passt. Genau richtig für's Herz, so einen Tag vor Weihnachten.

    Ich wünsche dir und deinen Lieben ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest.

    LG Arti

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  17. Hallo Sonja
    wow, dein Türchenbild ist wunderschön und die Geschichte genauso ♥
    Ich wünsche dir Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch
    LG Sonja

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  18. dein blog ist sehr schön :) folge dir jetzt ♥
    hättest du vielleicht lust eine blogpräsentation zu gewinnen?
    schau doch mal hier vorbei: http://www.strangeness-and-charms.com/2013/02/win-blogpresentation.html
    ich würde mich freuen, wenn du mitmachst.

    liebe grüße
    dahi ♥

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